
Marco Rose möchte nach seinem angekündigten Wechsel nach Dortmund nicht viel um sich herum wahrnehmen
Foto:Jan Woitas / dpa
Digital Detox: Vor der Partie sagte Gladbachs Trainer Marco Rose, dass er momentan wenig um sich herum wahrnehme – weil er es nicht wolle und es ihm auch nicht guttue. Nach der dritten Niederlage in Serie wird sich Roses Medienkonsum wohl auch in den kommenden Tagen in Grenzen halten. Am kommenden Dienstag kommt mit Borussia Dortmund der designierte neue Klub des Trainers zum Viertelfinale des DFB-Pokals nach Gladbach. Danach kommt auch noch Leverkusen in der Liga, das momentan bei einem Spiel weniger auf Europa-League-Platz sechs liegend vier Punkte mehr hat als Gladbach. Gehen beide Partien verloren, könnte es eine sehr unruhige Saison für Gladbachs Trainer werden.
Das Ergebnis: Nach 2:0-Führung verlor Gladbach in Leipzig 2:3. Es ist die fünfte Partie ohne Sieg, Gladbach holte nur fünf Punkte aus den sechs Spielen der Rückrunde. Hier geht es zum Spielbericht.
Erste Hälfte: Wenn eine Mannschaft in einer Negativspirale festzustecken scheint, braucht es manchmal ein Spiel, in dem viel für das eigene Team läuft, um den Trend möglicherweise umzudrehen. Nach den ersten 45 Minuten in Leipzig schien es solch eine Partie für Gladbach zu werden. Früh bekam Gladbach durch ein unnötiges Foul von Dayot Upamecano (dazu später mehr) einen Elfmeter, der dann zwar schwach geschossen, aber trotzdem drin war (6. Minute). Bei der zweiten eigenen Torchance köpft dann ein Spieler (Breel Embolo) den Ball an die Schulter eines anderen (Marcus Thuram), der Ball ging ins Tor (19.). Nur, dass Hofmann bei der dritten Gladbacher Chance nicht traf (39.), passte nicht ins Bild. Leider gab es aus Gladbacher Sicht nach einer Viertelstunde Pause noch einmal etwa 51 Minuten Spielzeit inklusive der Nachspielzeit.
Angeliño-Ärger? Wegen muskulärer Problemen fiel Leipzigs Angeliño kurzfristig aus. So gaben es die Leipziger zumindest bekannt. Der Spanier selbst sah das anders. Auf Twitter schrieb der Flügelspieler, dass er fit sei. Wenig später löschte er den Tweet. Was war da los?
Angeliño-Äuflösung: Beim Fernsender Sky wurde vermeldet, Leipzigs Pressesprecher habe auf Anfrage mitteilen lassen, dass Angeliño selbst dem behandelndem Arzt nicht glauben wollte, dass er verletzt sei. Trainer Julian Nagelsmann sagte nach der Partie: »Ich muss auch sagen, dass ich ihn für solche Aktionen auch extrem mag, weil er einfach immer spielen will. Er ist so emotional. Es nervt ihn, dass er ein Spiel aussetzen muss.« Dass der Tweet aber »vielleicht nicht das Cleverste ist, ist natürlich auch klar«.
Zweite Hälfte: Leipzig hatte im ersten Durchgang mehr Ballbesitz, Torschüsse und gewonnene Zweikämpfe, lag aber mit 0:2 hinten. So optimal die erste Hälfte für Gladbach verlief, so unglücklich war sie für Leipzig. Dennoch schnürten sie die Gladbacher weiter hinten ein. Das erste Tor von Alexander Sörloth wurde noch berechtigterweise wegen Handspiels nicht gegeben (51). Bei Christopher Nkunku (57.) und Yussuf Poulsen (66.) waren die Treffer regulär. Genau wie bei Sörloths zweitem Tor – trotz eines leichten Schubsers gegen Gegenspieler Valentino Lazaro. In der vierten Minute der Nachspielzeit traf der Norweger per Kopf zum verdienten Sieg. Da war es RB auch egal, dass das 4:2 von Forsberg eine Minute später wegen Abseits nicht mehr gezählt hat.
Die zwei Gesichter des Dayot Upamecano: Sinnbildlich für das Wechselbad der Gefühle auf beiden Seiten dürfte Leipzigs Innenverteidiger stehen. Upamecano agierte bei seinem Bundesliga-Einsatz nach Bekanntwerden seines Wechsels zum FC Bayern erst übermütig und unglücklich, dann hatte er erheblichen Anteil daran, dass seine Mannschaft noch gewann. Aber der Reihe nach: Nach wenigen Minuten verursachte er durch übertrieben harten Körpereinsatz den Foulelfmeter zum 0:1. Beim zweiten Gegentor war Upamecano der Gegenspieler des Torschützen Thuram. Nach der Pause war der Franzose dann wieder an den ersten beiden Toren beteiligt. Vor dem 1:2 nahm er Thuram den Ball ab, den Angriff zum Ausgleich leitete er mit einem Steilpass ein.
Mehr als eine Woche Spannung: Nach zwei Bayern-Spielen ohne Sieg war am vergangenen Wochenende aus dem Tabellenzweiten Leipzig auf einmal ein Titelanwärter geworden, mit nur zwei Punkten Rückstand hinter dem Dauermeister. Nach 45 Minuten in Leipzig sah es so aus, als würden es nach dem 23. Spieltag wieder fünf Zähler sein. Aber dank des ersten Bundesligasiegs nach einem 0:2-Rückstand hat Leipzig nach wie vor die Chance, aus eigener Kraft Meister zu werden. Das Ziel wird nun sein, diese Ausgangslage zumindest bis zum 3. April zu konservieren. Dann kommt nämlich der FC Bayern nach Sachsen.
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