Der Sony Inzone M3 ist ein Paradebeispiel dafür, dass schönes Design im Playstation-5-Look absolut unpraktisch ist.
Sonys Inzone M3 passt designtechnisch gut zur Playstation und ist ein sehr gutes Gaming-Panel – gerade in schnellen Spielen ist der neue Monitor durch IPS und 240 Hz enorm stark. Allerdings hat er ein paar unsinnige Funktionen, und der sonderbare Stand mit drei Füßen hat einige Nachteile. Dazu kommen das gewöhnliche 27-Zoll-Format mit der altbekannten, heutzutage eher niedrigen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, an die wir uns erstmal gewöhnen mussten.
Doch bleiben wir zunächst bei der Ergonomie. Der Inzone M3 wird auf einen dreibeinigen Ständer aufgestellt. Er lässt sich mit nur zwei Schrauben leicht aufbauen. Sony liefert zudem eine Schlaufe mit, in die Kabel bei Bedarf eingehängt werden können. Das Panel wirkt so auf dem Schreibtisch modern und aufgeräumt.
Eingeschränkte Einstellungsmöglichkeiten
Der Standfuß lässt sich auch in der Höhe einstellen. Wir messen eine Maximalhöhe von 13,5 cm von der Tischplatte zur Panelunterseite. Das halten wir für etwas zu wenig. Wir müssen den Bildschirm deshalb auf dem Tisch selbst in der höchsten Einstellung noch einmal vertikal neigen, wenn wir nicht zu gekrümmt vor ihm sitzen möchten.
Ein weiterer Nachteil: Durch den starren Fuß lässt sich der Bildschirm weder seitlich ausrichten noch parallel zur Tischkante drehen. Entsprechend wird auch der Hochkantmodus für den Pivot-Betrieb nicht unterstützt. Allerdings könnten wir den Bildschirm auch an einem Schwenkarm mit Vesa-Mount befestigen. Der Inzone M3 unterstützt nämlich Vesa mit 100 x 100 mm.
Durch die weit nach hinten herausragende Querstrebe können wir den Bildschirm auch nicht direkt an eine Wand stellen. Er nimmt stets relativ viel Platz auf dem Schreibtisch ein, obwohl er im 27-Zoll-Format nicht zu den größten Displays gehört.
Genug Anschlüsse für die meisten Anwendungsbereiche
Der Inzone M3 mag aus ergonomischer Perspektive keine Bestnoten gewinnen, dafür kann der Monitor viele Anschlüsse vorweisen und an zwei Geräten mittels KVM-Switch genutzt werden. Insgesamt drei USB-A-Ports stehen zur Verfügung. Leider lässt Sony einen dedizierten RJ45-Port weg. Den würden wir bei einem Monitor mit KVM-Funktion eigentlich erwarten.
Immerhin können wir über USB und eine 3,5-mm-Klinke unsere angeschlossenen Peripheriegeräte an mehreren Geräten nutzen. Dazu wird ein Host per USB-B angeschlossen, der andere mittels USB-C. Dieser hat den zusätzlichen Vorteil, dass er gleichzeitig auch Bilddaten übertragen kann. Allerdings konnten wir daran unser Notebook nicht aufladen. Das funktioniert nur mit Smartphones oder anderen kleineren Geräten. Alternativ stehen zwei HDMI-2.1-Ports oder Displayport zur Verfügung.
Die per KVM geteilten USB-Ports werden auf ein Gerät übertragen, sobald wir den entsprechenden Bildkanal auswählen. Zuvor müssen wir allerdings im On-Screen-Menü des Bildschirms festlegen, mit welchen Bildausgängen die KVM-Ports verknüpft werden – also beispielsweise HDMI1, HDMI2 oder DP.
Generell ist es schwierig, an die Anschlüsse von hinten zu gelangen: Sie sind hinter der dicken Kunststoffschale versteckt. Wir mussten den Monitor öfters anheben, um ein Kabel korrekt in die dafür vorgesehenen Ports zu stecken. Hier hätten wir uns gewünscht, dass die Anschlüsse einfacher erreichbar wären. Das würde etwa auch beim Einstecken von Wechselmedien in eine der USB-A-Buchsen helfen. Alternativ hätte es ein Port an der Front oder Panelseite getan.
Eines müssen wir Sony aber lassen: Wo es drauf ankommt, liefert der Inzone M3 sehr gute Ergebnisse ab: beim Panel selbst.
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